Ehrenamtliches Engagement in Berlin : So können Sie Flüchtlingen konkret helfen
von Annette Kögel und Sophie AschenbrennerZurzeit kommen enorm viele Flüchtlinge in Berlin an, und viele Berliner wollen ihnen helfen. Doch noch niemand hat einen Überblick über die vielen Initiativen, die es in der Stadt gibt. Wir haben einige Tipps und Adressen zusammengetragen.
Vor allem für Kinder werden viele Dinge gebraucht
Welche Sachspenden gebraucht werden, kann man nicht generell für ganz Berlin und alle Einrichtungen sagen. Aber die Stadtmission weiß wie so oft genau Bescheid. Laut Sprecherin Ortrud Wohlwend freut man sich über Kinderwagen, Kinderkleidung, Babywäsche, abwaschbare Spielsachen, Malstifte, Papier, Bastelsachen und Kinderscheren. Das gilt auch für Sommerkleidung, hier freuen sich die Kinder über bunte T-Shirts oder Shorts. „Also alles, womit man auch den eigenen Kindern eine Freude machen würde. Und wenn die Kinder glücklich sind, sind die Eltern angekommen.“
Plüschtiere werden nicht angenommen
Auch haltbare Hygieneartikel werden benötigt. Nicht gebraucht hingegen werden Möbel, die werden gestellt, und Plüschtiere, weil man die nicht waschen kann. Abgeben können Sie die Spenden Montag bis Freitag im Zentrum am Hauptbahnhof an der Lehrter Straße 68 in Moabit, einfach am Empfang. Die Rufnummer für Rückfragen: 69 03 33.
Milat aus dem Iran schleift mit anderen die Außenseite des Kunstasyl-Bauwagens. Er ist das Symbol des Projekts. Das Heim befindet sich im Hintergrund. Im Februar hat die deutsch-schweizerische Künstlerin Barbara Caveng in einem Heim für Asylsuchende in Spandau ein Kunstprojekt begonnen. Beim "Kunstasyl" entscheiden die Bewohner mit den Künstlern gemeinsam, was sie tun wollen, um das Heim zu einer Heimat zu machen - und sei es auf Zeit. Ein Teil der Fotos von Till Rimmele sind am 23. Juli 2015 auch in einem vierseitigen Dossier zum Thema im gedruckten Tagesspiegel erschienen, oder nachzulesen im E-Paper.
Foto: Till RimmeleSerdar, Khaled und der Architekt vom Kunstasyl, Aymen, bereiteten den Bau eines Sandkastens vor. Die Bewohner und die Kinderbetreuungseinrichtung hatten dieses Vorhaben ins Rollen gebracht.
Foto: Till RimmeleDie deutsch-schweizerische Künstlerin Barbara Caveng bei der Kontaktaufnahme mit den Bewohnern des Heims. Sie klopft an die Türen und stellt ihr Projekt vor.
Aller Anfang ist schwer und die Bewohner von dem Sinn des Kunstasyls zu überzeugen bedeutet geduldiges, beharrliches und behutsames Vorgehen. Die Hand gehört zur Künstlerin Barbara Caveng. Alexandra (17) und Melisa sind aus Tuzla, Bosnien, nach Berlin gekommen. Melisa befindet sich mit ihrer Großmutter Zineta noch im Heim, Alexandra ist zwischenzeitlich abgeschoben worden.
Foto: Till RimmeleLatif und seine Familie zerlegen Paletten um diese in Möbel umzubauen.
Foto: Till RimmeleMarzin und Therry bauen aus den zerlegten Paletten einen Tisch als Gartenmöbel für die Bewohner.
Foto: Till RimmeleAymen, Mohammad Firras und Dakel bereiten Fußbodendielen als Umrandung für den Sandkasten vor.
Foto: Till RimmeleSerdar und Barbara posieren auf einer Bank welche Serdar für den Eingangsbereich des Heims gebaut hat.
Foto: Till RimmeleDie Bewohner diskutieren ihre Beteiligung an dem Kunstfestival 48 Stunden Neukölln mit dem Organisator Martin Steffens.
Foto: Till RimmeleDie Brüder Umar und Ali aus Tschetschenien, Khaled aus Syrien und Latif aus dem Kosovo sprechen mit Aymen ob und wie sie helfen können.
Foto: Till RimmeleEines der Vorhaben war der Bau von Hochbeeten für Gemüse, hier Umar und Latif befüllen die Beete mit der Hilfe von Khaled und Umar.
Foto: Till RimmeleTherry’ s Longboard wird von Khaled, Latif und Sham, Khaleds Schwester, ausprobiert und für gut befunden.
Foto: Till RimmeleDakel, ein Jeside aus dem Irak, testet den Liegestuhl „ Made in Aymen“ aus. Dakel gehört momentan zum offiziellen Team des Kunstasyls.
Foto: Till RimmeleZineta bestickt die Rückenlehne eines gefunden Gartenstuhls für das Kunstasyl in ihrem Zimmer während ihre Enkeltochter Melisa im Bett schläft.
Foto: Till RimmeleZineta und Kasim bereiten das Essen für den Tag der offenen Tür. Während Kasim, ihr Mann ihr bestmöglich hilft.
Foto: Till RimmeleGemeinsames Essen ist ein zentraler Aspekt des Kunstasyls, hier gibt es zum ersten Mal original Schweizer Käse und Kartoffeln für Hussam, Dakel, Hameed und die anderen.
Foto: Till RimmelePerformance von Mohammad Firras über seinen Weg aus Syrien nach Deutschland am Tag der offenen Tür.
Foto: Till RimmeleAymen und Serdar bauen ein weiteres Hochbeet während Latif den anderen Kindern beim Spielen zusieht.
Foto: Till RimmeleKhaled genießt die Sonne und sieht Ayza beim sandeln zu, bevor er sich einer Schilddrüsenoperation unterziehen muss.
Foto: Till RimmeleHameed sitzt auf seinem Bett und massiert Wasserablagerungen über seinem Knie weg. Nach wie vor wartet er auf seine Physiotherapie.
Foto: Till RimmeleHussam, ein Ingenieur aus Damaskus, lädt das Team auf Full, Fava und Hummus ein. Die Familie wohnt seit Kurzem nicht mehr im Heim.
Foto: Till RimmeleHammed aus Afghanistan wartet auf seinen Anwaltstermin. Er hat einen Abschiebebescheid bekommen, gegen den er Widerspruch eingelegt hat.
Foto: Till RimmeleDas Willkommensbündnis Steglitz- Zehlendorf aktualisiert auf seiner Internetseite regelmäßig den Bedarf. Spenden sollen bitte direkt in der Einrichtung vorbeigebracht werden. So benötigt die Gemeinschaftsunterkunft Goerzallee 307 in Lichterfelde-West Wörterbücher (Arabisch-, Farsi-, Serbisch-, Russisch- und Kurdisch-Deutsch). Für den Deutschkurs wird um Schnellhefter, Deutsch-Arbeitshefte, Bildergeschichten/Bildmaterial über Gesundheit, Essen und Alltag gebeten. Um die Zeit während der langen Wartezeit des Asylverfahrens einigermaßen sinnvoll nutzen zu können, hätte man außerdem gern Fahrräder, Tischtennisschläger und -bälle, Federball- und Bocciaspiele. Für den Aufbau eines Nutzgartens wären Gemüsepflanzen (zum Beispiel Tomaten, Salat etc.) schön. Spendenannahme Montag bis Freitag 10 bis 16 Uhr an der Goerzallee 307. (Infos: DRK Berlin Südwest, Düppelstraße 36, Steglitz, Telefon 79 01 13 83, www.willkommensbuendnis-steglitz-zehlendorf.de.)
Gebraucht werden Wörterbücher
Die Gemeinschaftsunterkunft Steglitz braucht ebenso Wörterbücher sowie Fahrradschlösser und -ständer. Hygieneartikel sowie Leggins für Frauen wären toll, auch Matratzen (90x200 cm) und Sportschuhe sowie tiefe Teller (Annahme: Klingsorstraße 119, Montag bis Freitag 10 bis 16 Uhr). Es gibt auch noch die Initiativen www.moabit-hilft.com, www.fluechtlinge-willkommen.de, willkommen-im-westend.de und www.pankowhilft.blogsport.de.
Evangelische Kirchengemeinden in Berlin brauchen laut Pfarrer Christoph Heil von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz eine Waschmaschine, Fahrräder und BVG-Monatskarten. Spendenangebote bitte an das Infotelefon des Kirchenkreises Berlin Stadtmitte 25 81 85 291 oder Mail an info@kkbs.de.
Die Diakonie-Flüchtlingsunterkunft „Refugium“ im Paul-Gerhardt-Stift in Wedding, Müllerstraße 56–58, kann BVG-Karten, Bettwäsche (auch für Kinder), Handtücher, Malstifte, gut erhaltenen Schulbedarf sowie Töpfe und Pfannen gebrauchen. Bitte keine Kleidung! (Tel. 45 00 51 04.) Und die „NTH Hilfe in Berlin gGmbH“ beim Evangelischen Diakonieverein Berlin-Zehlendorf wünscht sich fürs neue Containerdorf in Neukölln eine Tischtennisplatte. (Tel: 80 99 70-0.)
Auch Privatleute können Flüchtlinge aufnehmen
In Berlin vermittelt etwa das Evangelische Jugendfürsorgewerk (EJF) Wohnungen oder Zimmer von Privatpersonen an Flüchtlinge. Die Miete zahlt das Land Berlin. Wenn man einen Flüchtling aufnehmen möchte, wird das Mietangebot ans EJF geschickt. Dieses prüft, ob das Zimmer oder die Wohnung geeignet ist. Alle Infos gibt es im Internet (www.ejf.de/einrichtungen/migrations-und-fluechtlingsarbeit/fluechtlingsberatung). Sorge, einen Fremden bei sich unterkommen zu lassen, sollte man nicht haben, sagt eine Mitarbeiterin des EJF. Zwar seien die Vermieter nicht gesondert versichert. Aber „in den vielen Fällen, in denen wir schon Wohnungen vermittelt haben, ist noch nie etwas passiert“, sagte sie.
Eine Mitarbeiterin des Akinda-Hilfnetzwerks sieht es vor allem als eine Bereicherung an, einen Flüchtling bei sich unterzubringen. „Man muss ein bisschen Geduld und Verständnis mitbringen“, sagt sie. Vor allem biete die private Unterkunft für den Asylsuchenden eine riesige Chance – auch, um Deutsch zu sprechen. In Berlin vermitteln außer Xenion, zu dem Akinda gehört ( Barbara Noske, Tel: 32 70 93 40, Mail: akinda@xenion.org), und dem EJF (Sophia Brinck, wohnungen-fuer-fluechtlinge@ejf.de, Telefon 30 87 36 52) auch die Herz-Jesu-Kirche (Ulrike Meier, ulrike_meier@hotmail.com, Telefon: 0162 98 82 764) und der Mensch Mensch Mensch e. V. (www.fluechtlinge-willkommen.de) private Wohnungen und Zimmer.
Geld für Medikamente wird benötigt
Die Stadtmission bittet um Geld für BVG-Tickets und Medikamente, denn Medizin darf als Spende nicht angenommen werden. Spenden können mit dem Beleg von der Steuer abgesetzt werden, sagt auch Rüdiger Kunz, Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes Berlin. Er bitte nur, etwas Zeit einzuplanen.
Für die Flüchtlingsunterkunft in Karlshorst, die das DRK Berlin betreibt, ist auf Initiative der Karlshorster Bürger ein Extra-Spendenkonto eingerichtet worden für die langfristige Kinderbetreuung (Hotline: 50 38 07 97). Die Daten: DRK Kreisverband Müggelspree e. V., IBAN: DE86 1002 0500 0003 2676 06, Bank für Sozialwirtschaft, BIC: BFSWDE33BER, Stichwort: „Notunterkunft Karlshorst“. Wer für andere Zwecke Geld geben möchte, kann dies im Stichwort festlegen. Das Spendenkonto der Stadtmission: Flüchtlingshilfe, Berliner Stadtmission, Bank für Sozialwirtschaft, Kontonummer: 31 55 500, BLZ: 100 205 00.
So kann man Patenschaften übernehmen
Die Flüchtlings-Patenschaft beim Kirchenkreis Stadtmitte kostet für eine Woche 63 Euro, für einen Monat 270 Euro (Unterbringung und Versorgung mit dem Allernötigsten: ca. 9 Euro pro Tag). Konto: Kirchenkreis Berlin Stadtmitte,
IBAN DE 98 520 6041 010 0399 5577, „Flüchtlingsunterbringung“. Infotelefon des Kirchenkreises: 25 81 85 291, Mail an: info@kkbs.de, www.kkbs.de/fluechtlingshilfe. Infos für potenzielle Pflegeeltern unter: www.pflegekinder-berlin.de.
Gesucht werden Berliner mit Arabischkenntnissen
Ganz dringend werden Berliner gesucht, die Arabisch können, für Alltagsfragen und Behördengänge. Die Kirchengemeinde Heilig-Kreuz-Passion in Kreuzberg benötigt Übersetzer für Französisch und Arabisch (Küsterei 69 12 007). Der Pfarrsprengel Tiergarten (Telefon: 39 11 301) um die Ecke vom Lageso baut gerade ein Netzwerk auf mit Übersetzern und Helfern, die bei Bedarf erreicht werden können. Auch arabischsprachige Psychologen und Traumatherapeuten werden gesucht, etwa von der Stiftung Gute Tat (E-Mail bitte an: info@gute-tat.de).
Betriebe, die einen Lehrling oder Mitarbeiter suchen, können sich an „Arrivo Berlin“ wenden, die Initiative vermittelt Flüchtlinge mit passendem Profil an Arbeitgeber weiter. Der Geflüchtete arbeitet zunächst als Praktikant für drei bis sechs Wochen und kann je nach Verlauf des Praktikums und Interesse beider Seiten übernommen werden. Betriebe melden sich bitte unter Telefon: 61 18 042, Mail: info@arrivo-berlin.de. „Arrivo!“ ist eine Initiative der Berliner Senatsarbeitsverwaltung, der Handwerkskammer Berlin und des Berliner Netzwerks für Bleiberecht „bridge“. Rechtlich wird zwischen einem Flüchtling und anderen Praktikanten kein Unterschied gemacht, sagt ein Sprecher des Unternehmensverbands Berlin-Brandenburg. Bei einem Praktikum kürzer als drei Monate muss also kein Mindestlohn gezahlt werden. Flüchtlinge sind sozialversicherungspflichtig wie jeder andere Arbeitnehmer auch.
Vor allem Handwerksbetriebe würden gern geflüchtete Menschen einstellen. Auch die Gastronomie, etwa eine große amerikanische Fast-Food-Kette, würden gerne mehr Flüchtlinge beschäftigen, sagt eine Mitarbeiterin der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Sie empfiehlt auch das Projekt „Integration von Asylsuchenden und Flüchtlingen“ (IvAF).
Bezugsfertig. Am letzten Dezember-Wochenende 2014 sind die ersten Flüchtlinge ...
Foto: Kitty Kleist-Heinrich... in das Containerdorf in der Alfred-Randt-Straße in Berlin-Köpenick eingezogen.
Foto: Kitty Kleist-HeinrichBegrüßt wurden die Flüchtlinge mit gespendeten Teddybären für die Kinder und selbstgebackenen Plätzchen vom Seniorenheim gegenüber.
Foto: Kitty Kleist-HeinrichEs gibt jeweils Zweibettzimmer. Für Familien mit Kindern mit Durchgangstür.
Foto: Kitty Kleist-HeinrichBlitze blank und sauber. Der Sanitärbereich ...
Foto: Kitty Kleist-Heinrich... und die Gemeinschaftsküche.
Foto: Kitty Kleist-HeinrichUnd wie es sich für jeden guten Haushalt gehört: Vitamine!
Foto: Kitty Kleist-HeinrichLetzte Arbeiten im Treppenflur ...
Foto: Kitty Kleist-Heinrich... und die Möbel für den Gemeinschaftsraum stehen auch schon bereit.
Foto: Kitty Kleist-HeinrichDer jüngste Bewohner ist übrigens gerade mal zwei Monate alt.
Foto: Kitty Kleist-HeinrichWegen der vorangegangenen Proteste gegen das Containerdorf war die Polizei vor Ort.
Foto: Kitty Kleist-HeinrichSo sieht es also aus, das neue Containerdorf in Köpenick, in dem bald die ersten Flüchtlinge wohnen sollen.
Foto: Hannibal Hanschke / ReutersDie Container stapeln sich mehrere Stockwerke hoch.
Foto: Hannibal Hanschke / ReutersEin Arbeiter dirigiert den Kran - solche Bilder werden bald auch in anderen Berliner Bezirken zu sehen sein.
Foto: Hannibal Hanschke / ReutersNicht von Dauer: Bislang wurden viele Flüchtlinge in Wohncontainern wie diesen in Köpenick untergebracht.
Foto: Hannibal Hanschke / ReutersDie neuen Unterkünfte entstehen zwar am Stadtrand - doch eben auch in Steglitz und Köpenick, wo bislang eher weniger Flüchtlinge wohnten.
TspMit dem Hammer verlegt ein Arbeiter eine Leitung - der Helm würde farblich perfekt in die Containerlandschaft passen.
Foto: Hannibal Hanschke / ReutersAuch zu den umstehenden Häusern scheinen die Container farblich zu passen - auch wenn viele Anwohner im Allendeviertel der Meinung sind, ein Containerdorf passe ganz und gar nicht in das Viertel.
Foto: Hannibal Hanschke / ReutersDie Lösung mit den Containern soll vorübergehend sein, dennoch ist sie umstritten: Auch viele der Flüchtlinge wollen nicht in die Container ziehen und bezeichnen sie als "menschenunwürdig".
Ein Kran stellt die Wohncontainer an den richtigen Platz.
Foto: Hannibal Hanschke / ReutersDie bunten Container sind auf jeden Fall ein Hingucker.
Foto: Hannibal Hanschke / ReutersWährenddessen stehen auf dem Sportplatz des SC Union an der Lehrter Straße in Moabit zwei Traglufthallen - ebenfalls als Notunterkünfte für die Flüchtlinge.
Foto: Matthias BalkIn den zwei Hallen können bis zu 300 Menschen kurzfristig untergebracht werden.
Foto: dpaNoch läuft der Ausbau.
Foto: dpaDie Willkommensschilder stehen schon.
Foto: dpaVerantwortlich für das bundesweite Pilotprojekt ist die Stadtmission.
Foto: dpa Das macht jetzt die neue Koordinierungsstelle für Ehrenamtliche zugunsten von Flüchtlingen bei der Stiftung Gute Tat auf Bitten des Senats. Gerade werden Listen erstellt. Nachbarschaftsinitiativen, Willkommensvereine und Ähnliches mögen sich melden. Auch Bürger, die wissen wollen, wo was gebraucht wird, können anrufen, drei Kollegen sitzen am „Roten Telefon der Flüchtlingshilfe“: 39 08 83 99. Alle Infos unter www.berlin.de/buergeraktiv – bei den Datenbanken oder mit dem Stichwort „Flüchtling“. Man hofft auch auf die libanesische, die palästinensische und die syrische Community in Berlin. Es werden Betreuer für Kinder gesucht (ein erweitertes Führungszeugnis wird benötigt).
Es gibt zudem politische Initiativen wie www.aktionbleiberecht.de, www.fluechtlingsrat-berlin.de/mitarbeit.php oder auch www.wie-kann-ich-helfen.info. Manchmal hilft es schon, die Stimme zu erheben, statt still zu bleiben, wenn andere Flüchtlingen etwas missgönnen.
Die Stadtmission sucht Unterstützung engagierter Unternehmer
Not macht erfinderisch, erst recht die Berliner Stadtmission. Sie ist ja ein Tendenzbetrieb, sie darf also nur christliche Mitarbeiter anstellen. Nun gibt es aber Nada, eine „tolle muslimische arabischsprachige Kraft, die für uns alles macht, übersetzen, trösten, erklären“, sagt Sprecherin Ortrud Wohlwend. Deswegen sucht die Stadtmission jetzt eine Firma, gern aus der muslimischen Community, die Nada stellvertretend anstellt – und der Wohlfahrtsverband übernimmt die Kosten, um die Frau dann selbst einsetzen zu können. Engagierte Unternehmer, bitte melden – und eine E-Mail senden: fluechtlingshilfe@berliner-stadtmission.de.
Einen Erfahrungsbericht aus dem Zusammenleben mit einem Flüchtling in der eigenen Wohnung lesen Sie am Sonnabend in der gedruckten Ausgabe des Tagesspiegels auf Mehr Berlin.