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Foto: promo
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Cleanleaves-Gründer: Gabriela Maria Paredes Siml, Tabea Borrmann, Manuel Cosme und Nikola Tietze (v. l.).

Firma der Woche: Cleanleaves Hier wird Waschen zur sauberen Sache

Magdalena Thiele

Waschen ist notwendig, aber leider oft keine saubere Sache. Ganze acht Kilogramm Waschmittel verbraucht der Deutsche durchschnittlich pro Jahr, um Klamotten und andere Textilien zu reinigen. Ein Konsum, der nicht ohne ökologische Folgen bleibt. Das Berliner Start-up Cleanleaves will das mit Pflanzenkraft ändern und das Waschen wieder sauber machen. „Die wenigsten Verbraucher wissen, dass herkömmliche Waschmittel Mikroplastik enthalten, optische Aufheller und synthetische Tenside: Chemikalien, die unsere Gewässer stark belasten und die Umwelt schädigen“, erklärt Gründerin Nikola Tietze.

Die Waschmittelalternative von Cleanleaves wurde auf Efeubasis entwickelt. Die grüne Powerpflanze kann nämlich weitaus mehr, als an Häuserwänden hochzuklettern. „Efeu enthält natürliche Tenside und Saponine, welche in Wasser eine seifenartife Lösung bilden“, sagt Gründerin Tabea Borrmann. Neben Efeu sind Waschsoda, ein natürlicher Duft und ein Spritzer Essigessenz enthalten – keine Enzyme, Phosphonate, ionischen Tenside oder Mikroplastik. Man benötige keine seitenlangen Inhaltslisten, um Fasern und Stoffe von Schmutz zu befreien. Der Vorteil sei, dass sich die natürlichen Inhaltsstoffe im Gegensatz zu synthetischen Tensiden im Gewässer vergleichsweise schnell abbauen. „Das Ganze funktioniert vollkommen plastik- und chemikalienfrei“, bekräftigt Gabriela Maria Paredes Siml.

Lavendel, Rose oder Zitrone

Kennengelernt haben sich die vier Gründer beim Studium an der Freien Universität Berlin. Ihr Öko-Waschmittel ist im Rahmen des diesjährigen Funpreneurwettbewerbs entstanden.

Neben der Reinigung verspricht Cleanleaves einen natürlichen Wäscheduft, wahlweise nach Lavendel, Rose oder Zitrone. Und auch die Verpackung bleibt laut Firma ökologisch: Das Waschmittel aus Berlin wird im umweltverträglichen, sozial produzierten Leinensäckchen geliefert und ist durch Nachfüllpackungen wiederverwendbar. So könne auf Dauer nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch viel Geld gespart werden, meint der Vierte im Bunde, Manuel Cosme.

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