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Foto: Mike Wolff
Foto: Mike Wolff

Von allen Seiten Nass. Der Wasserspielplatz im Tierpark in Friedrichsfelde steht unter dem Motto „Ein Tag am Meer“.

Wasserspielplätze in Berlin Spritzen, planschen, manschen

Das beliebteste Spielzeug für Kinder ist im Moment wohl das Wasser. Wer braucht bei diesem Wetter keine Abkühlung? Die meisten Berliner Familien verbringen ihre Freizeit deshalb gerade meist im nächsten Freibad oder auf dem nächsten Spielplatz mit Pumpe und Wasserlauf. Aber so langsam ist vielleicht mal eine Abwechslung dazu gefragt. Wir stellen einige Orte vor, an denen es sich gut spritzen, planschen und pütschern lässt.

WASSERSPIELPLATZ IM TIERPARK

Die meisten gehen in den Tierpark in Friedrichsfelde wohl eher zum Angucken der Tiere. In diesen heißen Zeiten lohnt es sich aber auch, wegen der Wasserspiele dort einen Tag zu verbringen, denn neben dem Streichelzoo gibt es einen besonders großen Wasserspielplatz für Kinder zwischen drei und sechs Jahren unter dem Motto „Ein Tag am Meer“: Auf 400 Quadratmetern erinnert alles an Urlaub an der Ostsee, es gibt etwa in den Boden eingelassene Wasserdüsen und ein (fast echtes) Boot, in dem Kinder spielen können, dass sie eine Reise auf dem Meer unternehmen.

Am Tierpark 125, bis zum 23. September ist der Tierpark täglich von 9 bis 18.30 Uhr geöffnet, Kassenschluss ist um 17 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 14 Euro, für Kinder zwischen vier und einschließlich 15 Jahren 7 Euro, außerdem gibt es verschiedene Familienkarten. Für Kinder unter vier Jahren ist der Eintritt frei.

WASSERWERKSTATT

Planschen und spielend lernen, wie sich das Element Wasser in den unterschiedlichsten Situationen verhält – das und noch vieles mehr kann man in der Wasserwerkstatt in Wilmersdorf. Für Kinder (0 bis 12 Jahre) gibt es auf einem großen Gartengrundstück rund 40 Stationen zum Experimentieren und Erkunden. Sie können zum Beispiel Wasser durch Filter und Schläuche gießen, mit einem Feuerwehrschlauch Wasserflaschen wegspritzen. Oder mit Wasser kochen, über Wasser nachdenken und lernen, wie eine Klospülung funktioniert. Beliebt ist auch der Lastenzug, mit dem Wasser in Eimern auf ein Gerüst hochgezogen werden kann und von dort wieder in Rohre umgeleitet wird. Das Beste: Die ganze Zeit darf man sich nass machen. Es gibt eine extra Spielfläche für Wasserschlachten und eine Sprinkleranlage zum Durchhüpfen. Auch schattige Ecken gibt es dort durch einige Bäume. Und Platz für Picknickdecken. Getragen wird das Ganze von einem gemeinnützigen Verein, der sich allein durch Eintrittspreise und Spenden finanziert und momentan leider um seine Existenz bangt.

Dillenburger Straße 57, Dienstag bis Freitag 9.30 bis 17 Uhr, Einlassschluss 16.30 Uhr. Sa (ab 11. August) 14-tägig 13 bis 18 Uhr. Eintritt: Kind: 4,50 Euro, Erwachsene: 4 Euro, Familienticket: ab 10 Euro für drei Personen, jede weitere Person 2,50 Euro.

Foto: Saara von Alten

So schön kühl. In der Wasserwerkstatt können Kinder experimentieren.

Foto: Saara von Alten

So schön kühl. In der Wasserwerkstatt können Kinder experimentieren.

WASSERSPIELPLATZ BRITZER GARTEN

In der großen Spiellandschaft im Britzer Garten gibt es während der Sommerferien allerhand zu entdecken, zum Beispiel wird das Lehmdorf Makunaima momentan durch fleißige Helfer mit weiteren Bauwerken erweitert. Gut abkühlen kann man sich direkt daneben am Wasserspielplatz. Mehrere Duschen spritzen herrlich kaltes Wasser mit einer ordentlichen Sprühkraft mehrere Meter weit. Zwischen den Findlingen staut sich das Wasser zu kleinen Planschpfützen. Meistens spielen hier nur Kinder, Erwachsene können sich aber genauso gut erfrischen. Einfach Badesachen an und los. Rundherum gibt es viele weitere Spielflächen, Geräte zum Klettern, Balancieren und Schaukeln. Das Schöne: Die Kinder können sich auf einem recht großen Areal ungestört und frei bewegen – ohne Autos und Straßenlärm.

Sangerhauser Weg 12, Eintritt: 2 Euro (Erwachsene), 1 Euro (Kinder), gruen-berlin.de/britzer-garten

Foto: saa

Am Wasserspielplatz im Britzer Garten lässt man sich einfach aus Düsen nass spritzen.

Foto: saa

Am Wasserspielplatz im Britzer Garten lässt man sich einfach aus Düsen nass spritzen.

SCHLOSSPARK ORANIENBURG

In der Spiellandschaft im Schlosspark Oranienburg sprudelt und spritzt es von allen Seiten: Aus einer Sprühanlage sowie aus drei wasserspeienden Vulkanen. Das Wasser fließt verschiedene Kanäle hinab oder kann mit Eimern zum weißen Sandstrand transportiert werden. Weiter geht es dann mit Wasserburgen bauen und Matschkugeln formen, zum Beispiel an der Wasserspielbahn, bei der das Wasser durch verschiedene Stationen geleitet wird. Zum Glück gibt es hier einige Sonnensegel, die einigermaßen Schatten spenden (reicht leider noch nicht ganz). Auf der großen Wiese kann gepicknickt werden. Auch noch gut: Am Eingang kann man zum Transport der Kinder und allem möglichen anderen Krimskrams einen Bollerwagen mieten. Am Samstag, 11. August, ist der Park allerdings tagsüber geschlossen, weil ab 18 Uhr die Schlosspark-Nacht stattfindet.

Schloßplatz 1, Oranienburg, täglich 9 bis 18 Uhr. Eintritt: 3 Euro/ ermäßigt 1,50 Euro, Kinder unter 7 Jahren frei. www.oranienburg-erleben.de

PLANSCHE IM PLÄNTERWALD

Die bekannteste und wohl auch größte Plansche Berlins liegt mitten im Plänterwald. Das Beste hier: Die ziemlich große Planschfläche in der Mitte des Areals. Eine Riesenpfütze, in der sich nicht nur Krabbelkinder pudelwohl fühlen, sondern auch noch recht große Kinder wie Jungtiere im Wasser rumkriechen. In regelmäßigen Abständen spritzt und sprüht es erfrischend kalt aus Duschen und Sprinklern. Eigentlich einer der besten Orte, um die momentane hitzig-schwüle Dauertemperatur zu überstehen. Die Fläche wird umschattet von hohen Bäumen, ohnehin ist es hier draußen im Treptower Wald wesentlich kühler und angenehmer als in der aufgeheizten Stadt. Sodass man eigentlich nicht mehr zurück möchte, sondern lieber noch mit dem Fahrrad eine Runde durch den Wald fährt. Einen Spielplatz mit Piratenschiff und einen mobilen Eisverkauf gibt es noch oben drauf.

Dammweg 6, Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, ab 23 Grad und ohne Regen geöffnet.

Foto: saa

In der Plansche im Plänterwald können Kinder im Wasser sitzen und manschen.

Foto: saa

In der Plansche im Plänterwald können Kinder im Wasser sitzen und manschen.

KINDERBAD MONBIJOU

Im Monbijou-Park in Mitte liegt wohl das kleinste Schwimmbad der Berliner Bäderbetriebe: Das Kinderbad Monbijou. Außer zwei Becken – eins für Babys, eins für etwas größere Kinder – gibt es eine kleine Liegewiese mit Sandkasten, Nilpferd zum Herumklettern und einigen Wipptieren. Meist ist es ziemlich voll, selbst bei bewölktem Himmel ist es manchmal schwierig, ein freies Plätzchen für die Picknickdecke zu finden. Dafür fehlen hier aber auch pubertierende Teenager, die sonst manchmal für Stress in Freibädern sorgen. Kinder, die nach dem Baden noch Energie übrig haben, können hinterher noch auf dem Spielplatz im Monbijou-Park gleich nebenan weiterspielen. Wer allerdings gern rasant ins Nass saust, könnte hier eine Wasserrutsche vermissen.

Oranienburger Straße 78, bis zum 2. September ist das Bad täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet, Kassenschluss ist um 18 Uhr, Badeschluss um 18.30 Uhr, Eintritt für Erwachsene 5,50 Euro, ab fünf Jahren 3,50 Euro.

NATURPOOL IN DER MALZFABRIK

Karibik-Feeling trifft auf Industriecharme: In der Malzfabrik auf der Grenze zwischen Tempelhof und Schöneberg gibt es seit etwa zwei Jahren einen Schwimmteich zum Baden und Planschen. Mit weißem Sandstrand, Palmen und einem abgetrennten Nichtschwimmerbereich. Und damit auch wirklich nichts passiert, passt ein Rettungsschwimmer auf die Kleinen auf. Der Pool ist bis zu vier Meter tief und 20 Meter lang. Groß genug also, damit auch Erwachsene sich eine kurze Erfrischung gönnen können. Wer allerdings an besonders heißen Tagen hier schwimmen möchte, muss unter den ersten Besuchern sein. Die Anzahl der erwachsenen Badegäste ist auf 80 Personen pro Tag begrenzt, damit die Wasserqualität erhalten bleiben kann. Dennoch: Kinder können meist trotzdem zum Buddeln und Planschen reinkommen, während die Eltern dann nur am Strand sitzen. Der Rettungsschwimmer achtet darauf, dass nicht zu viele Schwimmer ins Wasser gehen. Füße abkühlen geht aber immer. Wie in der Karibik sollte man einen Sonnenschirm dabei haben. Schatten gibt es sonst kaum.

Bessemerstraße 2-14, nur am Wochenende geöffnet: Samstag bis Sonntag, 11 bis 19 Uhr. Kinder bis 6 Jahre frei, ab 6 Jahre 1 Euro, 2,50 Euro ab 12 Jahren, www.malzfabrik.de

KONRADS REISE IN DIE SÜDSEE

Nach Angaben der Betreiber der Gärten der Welt, der Grün Berlin GmbH, gibt es dort seit der IGA im vergangenen Jahr „Berlins größten Wasserspielplatz“, mit dem langen Namen „Konrads Reise in die Südsee“, inspiriert von Erich Kästners Kinderbuch „Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee“. Auf einer 6000 Quadratmeter großen Fläche erwarten die Kinder neben viel Wasser unter anderem ein zähnefletschender Haifisch und ein riesiger Urwaldwal.

Blumberger Damm 44, täglich von 9 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Eine Tageskarte kostet in den Sommermonaten 7 Euro (ermäßigt 3 Euro); www.gaerten-der-welt.de.

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