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Foto: Stofleth
Foto: Stofleth

Eröffnungsstück. Szene aus „Trois Grandes Fugues“ vom Ballet de l’Opéra de Lyon. Choreografie: Lucinda Childs, Anne Teresa De Keersmaeker und Maguy Marin.

Berliner Tanzfestival „Tanz im August“ feiert 30-jähriges Jubiläum

Der „Tanz im August“ feiert sein 30-jähriges Bestehen. Beim Pressegespräch im Hebbel-Theater gab Leiterin Virve Sutinen nun das Programm der Jubiläumsausgabe bekannt. Es ist nicht nur besonders umfangreich, sondern wartet auch mit vielen Glanzlichtern auf. Eröffnet wird das Festival am 10. August im Haus der Berliner Festspiele mit „Trois Grandes Fugues“ vom Ballet de l’Opéra de Lyon. Die Choreografinnen Lucinda Childs, Anne Teresa De Keersmaeker und Maguy Marin haben sich jede auf ihre Weise von Beethovens „Großer Fuge“ inspirieren lassen.

Dreißig Produktionen, darunter vier Uraufführungen und 16 Deutschlandpremieren, werden an elf Spielorten gezeigt. 220 Künstler und Künstlerinnen aus 18 Ländern treten in Berlin auf. Möglich wird das Festival der Extraklasse durch Extramittel. Der Hauptstadtkulturfonds fördert den „Tanz im August“ ab 2018 mit 750 000 Euro jährlich. Zum Jubiläum wurden zusätzlich 100 000 Euro bewilligt. Von der Lottostiftung erhält das Festival 200 000 Euro für das Outdoor-Projekt des Ensembles Streb Extreme Action, das im Sony Center gezeigt wird. Es ist eine der Aufführungen, die auch für Kinder geeignet sind.

Berliner Tanzszene noch stärker eingebunden

Sutinen, die unterschiedliche Publikumsschichten ansprechen will, präsentiert Tanzlegenden und Action Heroes sowie Top Acts. Der Brite Wayne McGregor gastiert mit dem atemberaubenden „autobiography“ zum ersten Mal in Berlin. Freuen darf man sich auf ein Wiedersehen mit dem Wuppertaler Tanztheater. Alan Lucien Øyen hat „Neues Stück II“ mit einigen der Altstars und tollen jüngeren Tänzern erarbeitet. Die katalanische Kompanie La Veronal kommt mit „La Pasionara“. Constanza Macras und Dorkypark zeigen die Uraufführung „Chatsworth“.

Die Berliner Tanzszene ist diesmal noch stärker eingebunden. Ansonsten präsentiert Sutinen viele neue Namen. Diesmal kann der „Tanz im August“ große Sprünge machen. Bei allem Jubel begreift sich das Festival als dezidiert politisch: Es gehe darum, „welche Geschichten erzählt, welche Stimmen gehört werden“, so Sutinen.

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