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Foto: AFP/Sam Jahan
Foto: AFP/Sam Jahan

Rohingya-Flüchtlinge halten beim Besuch der UN-Vertreter Plakate hoch.

Bangladesch Rohingya-Flüchtlinge bitten UN um Hilfe

Flüchtlinge der muslimischen Rohingya-Minderheit in Bangladesch haben Hilfe von den Vereinten Nationen gefordert. Beim Besuch einer UN-Delegation in den Flüchtlingslagern in Cox's Bazar an der Grenze zu Myanmar überreichten Flüchtlingsvertreter am Sonntag eine Liste mit 13 Forderungen, wie der Regierungschef des Bezirks, Kamal Hossain, berichtete. Darin verlangten die Rohingya unter anderem die Präsenz internationaler Sicherheitskräfte im Norden des myanmarischen Bundesstaates Rakhine, eine Rückführung der Flüchtlinge unter Aufsicht der UN sowie eine Wiederherstellung ihrer Bürgerrechte in Myanmar.

Knapp 700 000 Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya sind vor Gewalt aus Myanmars Bundesstaat Rakhine ins überwiegend muslimische Nachbarland Bangladesch geflohen. Myanmar erkennt die Rohingya nicht als Staatsbürger an. Die Flüchtlinge berichten von Hinrichtungen, Vergewaltigungen und Brandstiftung in ihrer myanmarischen Heimat.

Mehrere Hundert Rohingya demonstrierten während des UN-Besuchs in Cox's Bazar. Sie trugen Banner mit Slogans wie „Wir wollen Gerechtigkeit“.

Die 24-köpfige Delegation des UN-Sicherheitsrats war am Samstag nach Bangladesch gereist, um sich über die Situation der Rohingya-Flüchtlinge zu informieren, die in den Flüchtlingslagern an der Grenze zu Myanmar leben. Nach ihrem dreitägigen Besuch in Bangladesch wollten die Delegierten weiter nach Myanmar reisen. (dpa)

Lesen Sie am Montag im Tagesspiegel und bei tagesspiegel.de eine Reportage aus dem Flüchtlingscamp Kutupalong.

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