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Foto: dpa
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Auch das noch. Torwart Marvin Cüpper verletzte sich in Brno.

Eisbären Berlin scheitern international Ende vor dem Anfang

Clement Jodoin stand mit verschränkten Armen hinter der Bande, das Gesicht des Eisbären-Trainers verriet nicht, was in ihm vorging. Die Enttäuschung dürfte beim 66-Jährigen allerdings groß gewesen sein nach dem 3:4 (2:2, 1:1, 0:1) bei Kometa Brno, war die vierte Niederlage im vierten Gruppenspiel der Champions Hockey League (CHL) doch gleichbedeutend mit dem vorzeitigen Aus im Eishockey-Europapokal. Zwar stehen für die Eisbären im Oktober noch zwei Spiele gegen das weißrussische Team aus Grodno an, ein Weiterkommen ist aber unabhängig von den Ergebnissen nicht mehr möglich.

Dabei hatte Jodoin kürzlich noch von der CHL und ihren Möglichkeiten geschwärmt, als die Macher in Berlin den Pokal und ihre Ziele für die neue Saison präsentierten. Genau zehn Tage durften die Eisbären darauf hoffen, selbst einen Teil der Geschichte in der laufenden Saison mitzuschreiben. Das Thema hat sich aber nun erledigt. Von den 32 Mannschaften, die in der CHL dabei sind, hat neben den Berlinern einzig der polnische Vertreter GKS Tychy in vier Spielen keinen Punkt holen können. München und Nürnberg, die ersten Gegner in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) am kommenden Wochenende, stehen in Europa mit jeweils drei Siegen aus vier Spielen hingegen gut da.

Der neue Cheftrainer Clement Jodoin steht gleich vor einer ersten großen Herausforderung

Dabei lag hinter Jodoins Team eine gute Vorbereitung, doch zuletzt häuften sich die Ausfälle im Team. Neben den schon länger verletzten André Rankel, Frank Hördler und Florian Busch fehlten am Wochenende in Zug (1:6) und Brno auch noch der erkrankte Thomas Oppenheimer und Marcel Noebels, der auf dem Weg nach Boston ist, um beim NHL–Team der Bruins für einen Vertrag vorzuspielen. Dazu verletzte sich in Brno auch noch Torhüter Marvin Cüpper – wie schwer war zunächst noch nicht klar. Die Vorzeichen für den DEL-Saisonstart sind aber definitiv nicht die besten für die Berliner.

Und auch der neue Cheftrainer Clement Jodoin steht gleich vor einer ersten großen Herausforderung. Vor allem muss er es irgendwie schaffen, seinen Profis Disziplin einzuimpfen, das Spiel bei Kometa wurde auch deshalb verloren, weil der Tschechische Meister drei Tore in Überzahl erzielte. Eine Woche Zeit bleibt Jodoin und seinem Team noch, an den offensichtlichen Schwächen zu arbeiten. Die ursprüngliche Aufbruchstimmung im Verein hat allerdings schon einen kleinen Knacks bekommen – dabei hat die Saison noch nicht einmal richtig begonnen.

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